transfer 17(4) » Rezeptions- und Wirkungsforschung

Motive der mobilen Mediennutzung am Beispiel von Apps

Eine nicht-repräsentative Onlinebefragung

Bei der Nutzung von Medien gewinnt Mobilität immer mehr an Bedeutung. Im Zuge der zunehmenden Verbreitung von Smartphones spielen Apps hierbei eine wichtige Rolle. Trotzdem liegen kaum wissenschaftliche Untersuchungen zur Nutzung der vielseitigen Anwendungen vor.
In der Arbeit werden vor dem theoretischen Hintergrund des “Uses and Gratifications Approach“ die Motive der Appnutzung untersucht. Die Tatsache, dass es mittlerweile für nahezu alles eine App gibt und sich somit auch nahezu alle Bedürfnisse mit Apps befriedigen lassen, macht eine Betrachtung der Nutzungsmotive auf verschiedenen Ebenen erforderlich. Auf inhaltlicher Ebene lassen sich, abhängig vom App-Typ, die klassischen Mediennutzungsmotive identifizieren. So werden beispielsweise Spiele-Apps zur Unterhaltung genutzt und Nachrichten-Apps, um sich zu informieren. Dieses Ergebnis ist nicht verwunderlich, allerdings bleibt die Frage offen, warum stattdessen nicht andere Medien wie zum Beispiel das Fernsehen oder das Internet genutzt werden. Warum werden gerade Apps genutzt um diese Bedürfnisse zu befriedigen? Aufschluss darüber geben Motive, die inhaltsunabhängig, also auf das mobile Endgerät bezogen sind. Hierzu zählen neben Gewohnheit vor allem Mobilität, ständige Verfügbarkeit, Bequemlichkeit und Alltagserleichterung. Diese praktischen Motive erzielen insgesamt die größte Zustimmung bei den Befragten und stellen somit das wichtigste Motiv für die Nutzung von Apps dar.