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Framing des Inceldoms und Diskriminierungsformen auf incels.is

Eine systematische Replikationsstudie.

Incels sind dafür bekannt, Frauen zu entmenschlichen und hasserfüllte, schädliche Inhalte zu verbreiten. Diese Online-Medieninhaltsanalyse ist eine systematische Replikationsstudie, die die subjektiven Ursachen von Inceldom, die emotionalen Folgen des Inceldoms, das Incel-Verhalten sowie die gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit auf dem Online-Forum incels.is untersucht. Ziel der Arbeit ist es, das Codebuch der Originalstudie durch diese systematische Replikation zu prüfen und zu erweitern. Außerdem soll getestet werden, ob die Ergebnisse der Originalstudie repliziert werden können. Es wird daher untersucht, welche die am häufigsten angesprochenen subjektiven Ursachen von Inceldom (FF1), die am häufigsten angesprochenen emotionalen Folgen von Inceldom (FF2) sowie die am häufigsten angesprochenen Incel-Verhaltensweisen sind (FF3). Außerdem wird untersucht, welche Formen von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit am häufigsten geäußert werden (FF4).

Mithilfe des erweiterten Codebuchs wurde eine Stichprobe von N = 600 Thread-Posts in einer manuellen quantitativen Medieninhaltsanalyse untersucht. Vor der Datenerhebung wurde das Codebuch auf Inter-Coder-Reliabilität geprüft (Gwets AC1 >.80). Zur Beantwortung der Forschungsfragen wurde deskriptive Statistik (Häufigkeiten) und Inferenzstatistik (eindimensionaler Chi-Quadrat-Test und standardisierte Residuen) angewendet.

Die Analysen zeigen, dass Ethnizität  die am häufigsten genannte subjektive Ursache (FF1), Hoffnungslosigkeit die am häufigsten genannte subjektive emotionale Folge (FF2) und geschlechtsspezifische Hassrede gegen Frauen die am häufigsten gezeigte Incel-Verhaltensweise (FF3) waren. Die am häufigsten geäußerten Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit waren Rassismus und Sexismus (FF4).

Die Ergebnisse der Originalstudie konnten erfolgreich repliziert werden (FF1, FF2, FF3). Zusätzlich wurde Einblick in die Formen der Diskriminierung innerhalb der Incel-Community verschafft. Eine weitere Anpassung des Codebuchs wird dennoch vorgeschlagen, um in Zukunft den Incel-Diskurs noch detaillierter und umfassender beschreiben zu können.