Die Bachelorarbeit befasst sich mit der Untersuchung der Darstellung der Klimaaktivistengruppe „Letzte Generation“ in den deutschen Tageszeitungen taz und WELT. Seitdem die Gruppe 2022 gegründet wurde, polarisiert sie stark und auch die Medien greifen die Proteste der Gruppe in der Berichterstattung auf. Dadurch bilden sich die Lesenden eine Meinung, die von der Darstellung der Gruppe in den Medien geprägt wird.
Ziel der Arbeit war es, einen ersten Einblick zu gewinnen, wie die „Letzte Generation“ in den Zeitungen Deutschlands dargestellt wird und ob sich Unterschiede erkennen lassen. Dafür wurden repräsentativ die taz und die WELT zur Untersuchung herangezogen und der Frage nachgegangen: „Wie wird die Protestbewegung der ‚Letzten Generation‘ in der Berichterstattung der taz und der WELT im Zeitraum von 2021 bis 2024 in Artikeln präsentiert und welche Unterschiede zeigen sich in den Darstellungsweisen und Bewertungen zwischen den beiden Zeitungen?“
Es wurde angenommen, dass sich aufgrund der abweichenden politischen Leitlinien der Zeitungen Unterschiede in der Präsentation der Klimabewegung ergeben. Es wurde von einer positiven Einstellung der taz und einer negativeren Einstellung der WELT gegenüber der Gruppe ausgegangen. Dafür wurde eine quantitative Inhaltsanalyse anhand qualitativ herausgearbeiteter Merkmale durchgeführt. Untersucht wurden Inhalte von vier repräsentativen Ereignissen der „Letzten Generation“, die für starke Medienaufmerksamkeit gesorgt haben.
Die vergleichende Inhaltsanalyse konnte einen ersten Überblick liefern. Die Ergebnisse zeigen, dass beide Zeitungen überwiegend neutral berichten und ihren Schwerpunkt auf eine nachrichtenbasierte Berichterstattung legen. Trotzdem lassen sich Tendenzen erkennen: So treten bei der taz tendenziell eher positive Beschreibungen und bei der WELT eher negative Haltungen gegenüber der „Letzten Generation“ auf. Starke befürwortende oder ablehnende Haltungen wurden kaum festgestellt.