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Deutscher Millennial-Journalismus im Vergleich

Eine Inhaltsanalyse von bento, jetzt und ze.tt sowie ihren Muttermedien Spiegel Online, Süddeutsche.de und Zeit.de

Seit einiger Zeit folgen einige deutsche Verlage dem amerikanischen Vorbild von Buzzfeed und Vice und bieten eigene Angebote für die Zielgruppe der „Millennials“, zwischen 1981 und 1999 geboren, an. Doch was bedeutet das? Wie unterscheidet sich Journalismus für diese Zielgruppe von seiner allgemeineren Form? Um diese Frage zu beantworten, wurden in einer Inhaltsanalyse mit acht Kategorien (Relevanz, Teilbarkeit, Multimedialität, Amateurinhalte, Subjektivität, Leserinteraktion, Kontextualisierung und Gesellschaftskritik) bento, jetzt und ze.tt untereinander und mit ihren Muttermedien Spiegel Online, Süddeutsche.de und Zeit.de verglichen. Um Ähnlichkeiten und Unterscheide leichter erkennen zu können, beschränkten sich die untersuchten Artikel auf das dritte TV-Duell zwischen Hillary Clinton und Donald Trump im Oktober 2016. Es zeigte sich, dass die Millennial-Angebote ihre Autoren sichtbarer platzierten, eine geringere Thementiefe aufwiesen und sich stärker auf soziale Medien konzentrierten. Am deutlichsten unterschieden sie sich von ihren Muttermedien aber im Grad der Multimedialität: Die Artikel setzten stark auf eine Kombination aus Foto, Video und in den Artikel integrierten Beiträgen von Twitter.