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Die israelische Hasbara

Public Diplomacy und Frame Building im Kontext des Nahostkonflikts

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Public Diplomacy (PD) Israels während der erneuten Eskalation des Gazakonflikts im November 2012. Sie stellt sich die Frage welche Frames die israelische PD im Bezug auf den Nahostkonflikt kommuniziert und ob sich diese in der Berichterstattung der US-amerikanischen Presse widerspiegeln, was Hinweise auf den Erfolg der PD Israels geben könnte. Dazu wird zunächst das Instrumentarium der PD Israels im Allgemeinen beleuchtet und anschließend ihr Erfolg im Bezug auf die US-amerikanische Presse analysiert. In einer explorativen Frame-Analyse wird der konkrete Inhalt der PD des israelischen Außenministeriums während der „Operation Pillar of Defense“ und dessen Repräsentation in der New York Times unter der Annahme folgender Thesen untersucht:
H1 – Die mediale Public Diplomacy Israels setzt in ihrer Kommunikation gegenüber den USA besonders auf Themen und Frames, die gemeinsame Werte und Weltvorstellungen betonen.
H2 – Aufgrund von politisch-kultureller Nähe der beiden Staaten (und der Betonung dessen in den Frames) finden sich die Themen und Frames, die die israelische Hasbara im Rahmen des Nahostkonflikts gegenüber den USA kommuniziert, in amerikanischen Pressebeiträgen wieder.
Die Ergebnisse der Analyse unterstützen zwar beide Arbeitshypothesen, dennoch übernimmt die amerikanische New York Times nicht blind die Ansichten Israels auf den Konflikt, sondern präsentiert eine durchaus ausgewogenere Berichterstattung.